Digitalisierung: Vorallem wir Eltern sind gefordert (aber nicht wie Sie denken)

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Wenn Jugendliche heute aus der obligatorischen Schule kommen, werden bis zu ihrer Pensionierung (sofern es diese in der heutigen Form noch gibt) 50 Jahre vergehen. Und niemand hat eine Vorstellung davon, wie unsere Welt dann aussehen wird.

Eines ist aber klar: Von jedem Beruf verschwindet mindestens der einfache Teil (angefangen mit Routinearbeiten). Gleichzeitig sinkt die Halbwertszeit des erworbenen Wissens laufend.

Die wertvollen Fähigkeiten und Kompetenzen in Zukunft werden also diejenigen sein, die nicht durch Maschinen (und damit meine ich alle software- und datenbasierte Systeme von selbstfahrenden Autos über Roboter bis zu Cloud Diensten) automatisiert werden können: Von kreativer Problemlösung bis emotionale Intelligenz. Man nennt sie auch die 21st century skills.

Wer das nachfolgende Stellenprofil erfüllt, dürfte sich also keine Sorgen machen müssen:

„Sie arbeiten in einem internationalen Projekt mit einem dezentralem Team aus verschiedenen Kulturen und Sprachen. Sie kennen die Bedürfnisse und Probleme Ihrer Kunden und finden kreative Lösungen dafür, welche sie mit einem interdisziplinären Team bestehend aus Ingenieuren, Managern, Projektleitern und Einkäufern realisieren. Sie sind über die wichtigen Methoden, Verfahren und Technologien immer up-to-date. Sie können auf allen Ebenen und Kanälen kommunizieren und Dinge auf den Punkt bringen. Sie haben Sinn für Erfolg, sind ein Macher, welcher Dinge vorantreibt und können auch ein Umfeld, welches Wandel eher ablehnt, dafür motivieren und begeistern.“

Das Beispiel mag übertrieben tönen, zeigt aber, wohin die Reise geht. Und klar ist auch, dass weder wir als Eltern noch irgendeine Schule dieser Welt unseren Kindern all das beibringen können.

Was also tun?

Die Stanford Psychologin Carol Dweck hat in umfangreichen Studien bei Kindern und Jugendlichen eine verblüffende Entdeckung gemacht. Sie hat herausgefunden, dass es zwei unterschiedliche Denkweisen gibt (sie nennt es „Mindsets“). Das eine ist das „Fixed Mindset“ und das andere ist das „Growth Mindset“. Microsoft CEO Satya Nadella hat es etwas plakativer formuliert: „know-it-all“ und „learn-it-all“.

Wie die Bezeichnungen andeuten, liegt der wesentliche Unterschied der beiden Mindsets in der Motivation, Neues zu lernen und dafür die notwendige Energie zu investieren.

Und das Beste daran ist: Wir Eltern haben einen grossen Einfluss darauf, welches Mindset unsere Kinder entwickeln.

 

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